Blogpause

Sehr geschätzte Blog-Leserschaft,

 

Ca macht Schreib-Pause. Blogpause. Ich möchte zuerst mein Zeitmanagement neu definieren und mir so mein gewünschtes Mass an Kreativität bewahren.

 

Ich danke Euch herzlich für Euer Verständnis und Euer Interesse und wünsche in der Zwischenzeit alles Gute! Ca

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Tigerbalsam

Der Tiger sass ganz locker vom Hocker - wie Tiger halt so hocken - und spielte hochgradig konzentriert auf einer tropfenförmigen Mandoline. Bluegrass, soweit ich das beurteilen kann. Ich dachte noch "ha gar ned gwüsst, dass sich Tiger so unglaublich fescht chönd konzentriere". Anstatt dass ich dachte "ha gar ned gwüsst, dass Tiger chönd Mandoline spiele". Aber wie gesagt, dachte ich Ersteres und noch während ich dachte, stand der Tiger abrupt auf, legte behutsam das Zupfinstrument zur Seite und sang mit glockenheller Stimme "diörlderideridu". Das mag für die meisten die das jetzt lesen nicht besonders aufregend klingen. Mein Wandergatte aber - und nur er - wissen, dass das ein unglaublich lusTIGER Traum war. Gell? Ca

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Am schönsten weint es sich vorm TV

Richtig pralle Tränen kullern - mit Vorliebe abends -

bei uns im Glarner Stübli. Also nur ab und zu. Eigentli

nur selten. Aber immerhin. Und es sind ausschliesslich MEINE Tränen. Nicht Da's. Hierbei herrscht absolute Geschlechtertrennung. Meist ist Da bei diesen seltenen Gelegenheiten einewäg ausser Haus. So weint es sich ganz locker. Ich weine z.B. ein bitz weil der TV Held unheilbar erkrankt ist oder weil jemand ungerecht behandelt wird. Wenn ein Nashorn oder sonst ein Tier geplagt wird usw. Nicht bei Deutschen Spielfilmen. Bei denen kann ich einfacht nicht weinen. Auch nicht bei Meteo. Obwohl das oft zum Weinen wäre... Vielmals weine ich bei einem 0 8 15 Ami-Streifen. Einfach weils schön passt. Ca

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Der Sommer im Sommerkafi Sool

Unser Sommerkafi-Sommer dauert noch bis Ende Oktober. Der September zeigte ein kantiges Gesicht. Ein flatterhaftes, wankelmütiges. Ein treuloses Gesicht, dem ich manchmal gern den - exgüsi - Stinkfinger zeigen und oft entgegenschleudern wollte "Loh di ned so goh, riss di mol chli am Rieme". Aber jetzt ist er ja weg, sang- und klanglos verduftet, der Weinmonat Oktober hat sich eingenistet und zeigt sich hoffentlich von seiner charmantesten goldigsten, ja süffigsten Seite, so dass wir mit unseren Sommerkafi-Gästen noch viele gemütliche Stunden verbringen können :-) Obwohl laut Wetterfrosch die nächste Kaltfront bereits ihren garstigen Schatten vorauswirft... Ca

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Auszeit - 3. Tag (Nachtrag)

Wenn man zu schnell läuft, ist man zu schnell oben. Auf dem Abendberg war ich bereits am Morgen. Ich und zirka 10 maskierte Gemsen. Danach gings ruppig runter auf einen von Kühen bis zur Unkenntlichkeit zertrampelten und vom Regen zusätzlich verwässerten Pfädli. Mittelleise fluchend hangelte ich mich von Dreckinsel zu Dreckinsel um zwischendurch doch abzusinken und stecken zu bleiben. Just beim Picknick verdunktelte sich der Himmel und weinte ein paar unnötige Tropfen. Da überfiel mich wuchtig das Heimweh. Das Sooler-Weh. Vor allem nachdem mir eine Neu-Bekanntschaft beim Zmorge noch zugeflötet hat "Das Glarnerland sei das schönste Land" Ca

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Auszeit - 2. Tag (Nachtrag)

Heut znachte ich muusbeiallein im nostalgisch heimeligen Speisesääli, ein Holzfensterli am anderen, durch das ich den Regen verteufeln und mich spitzmädisch freuen kann, dass ich's hier drin so kuschelig warm und gemütlich habe. Die leicht beschneite Gspaltenhornhütte sitzt mir in den Muskeln. Das dumpfe Kalbern des Gamchigletschers in den Ohren. "Gehen Sie zügig weiter" stand alle 10 Meter auf dem Muränenweg grad unterhalb des Gletschers. Ein Adler zog Kreise. Munggen stoben schwerfällig über grasige Hänge und eine Horde - an E.T. gemahnende - Alpacas drängten mich auf ihrer wilden ungeordneten Alpabfahrt an die Fassade des Golderli. Die Sonne hat mir heute nur selten zugeblinzelt. Und doch fühl ich mich reich. Alles da. Alles offen. Alles frei. Ferien :-) Ca

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Auszeit - 1. Tag (Nachtrag)

Man ist immer ein bisschen bemitleidenswert wenn man ohne Begleitung im Hotel absteigt. Verdächtig. Als einsam eingestuft. Kein Mann, der daheim wartet. Ämel sicher nicht sehnsüchtig. Und dann noch 2 dl Rotwein. Jesses! Eine Alkoholikerin bekommt einewäg keinen rechten Mann. Allerhöchstens eine Schnapsnase. Jetzt gibts auch noch Flädlisuppe! Ist nicht genau Flädlisuppe die traurigste Suppe überhaupt um sie alleine zu schlürfen? Diese vielen Flädli, welche so lustig zäme in der Bouillon dümpeln.. Säg, sitzt die in den Wanderhosen da? Hat die nix Anständigeres dabei? Typisch, wenn man das Tischtäfeli gelesen hat. Komischer Name. Hoffentli hat die keine Bombe im Koffer. Kein Koffer, nur ein Rucksack? Seeehr alarmierend! Ca

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Doppelmuus

Grosse Maus mit Käse und Made drin, kleine Maus steht im Käse

Offenbar liegt es am Tête de Moine. Und ergänzend freilich am weissen Käppi des ca. 3'600 m hohen Glarner Tödi. Die Mäuse marschieren ein. In unsere wohltemperierte Werkstatt. Vielleicht bloss um sich eine Beisszange auszuborgen, einen Drehmomentschlüssel, einen Fäustel... und landen nur wegen des betörenden Duftes dieses Mönchskopfes bei uns in der Läbigfalle. Dann finde ich sie amig am Morgen früh, gebe ihnen ein nasses Salatblatt und rufe Da - der an seinem ersten oder bereits zweiten feinen Käfeli nippt - zu: "Muus", was Da mit einem "Muus?" seinerseits quittiert. Worauf ich nochmals bekunde "Muus!" oder allenfalls auch "Doppelmuus!" (wenn in beiden Fallen eine Maus wartet). Letzteres quittiert Da mit einem "Oje". Kurz darauf verbinden wir unseren Morgenspazottel mit einer Mausbefreiungsaktion, was uns, meiner Ansicht nach, mindestens genauso viel Freude bereitet wie den Mäusen. Ca

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Die ewigen Jagdgründe

Plötzlich hat es uns gepackt. Von Mitte Bauch nach Oberkopf. Auf der Darmhirnachse leuchtete jäh FLEISCH auf. FLEISCH. Jagdfieber! Unstoppbar. Lüstern stürmten wir den Schwandener Coop. Vorbei an Krautstil und Magermilch auf schnurstracktem Weg zum Kühlregal und erlegten - ein Huhn. Ein nackig bleiches Natura-Huhn, eine Unschuld vom Lande, welches sich nicht gross zur Wehr setzte. Denn wir waren ja auch zu zweit, Da&ich, das Dreamteam, die Überzahl, die Übermacht. Begierig verzückt trugen wir unsere cellophanierte Trophäe zur Kassendame und fuhren es heim in den Römertopf aufs bald heisse Härdöpfelrüeblibölle-bett. Ab in die ewig feinen Jagd- und Abgründe. Dahin wo halt so ein Poulet hingehört... Ca

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Fortsetzung der Serie Gspändli

Swissness Grusskarten Schweine mit Cervelat und Glückskäfer

Ein weiteres Gspändli aus meinem längst verlorenen Kinderreich war der dicke Rudolf. Eigentlich war er gar nicht so dick. Aber irgendwie sah er dick aus und sein Name klang auch richtig dick in unseren damaligen Kinderohren. Rudolf. Wir nannten ihn Rudi. Also wir riefen eher als nannten. Sobald sich seine Umrisse, sein Schatten zeigte, riefen wir hastig und ich sogar leicht verhalten (obwohl das folgende Sprüchlein von mir stammte oder kams garamänd von meiner Mutter?) "Rudi Fudi Eierludi, macht de Teig ohni Ei". Tja, nicht besonders geistreich so im Nachhinein. Aber damals sehr wirkungsvoll... Ca

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1 Jahr Sool - die Abrechnung ;-)

Ein Jahr Sool. Vom Stadtmenschen zum Landei. Von der Partynudel zur Landpomeranze. Von der Nachteule zur Lerche. Vom Vorderwäldler zum Hinterwäldler ;-)

Nichts lenkt hier ab vom Leben. Weder Theater, Konzerte, Kinos, Bars. Ich pflücke meinen eigenen Salat, ernte den eigeten Honig, spüre die Temperaturschwankungen etwas herber und lebe ein bitz spartanischer als noch zuvor. Dafür verguck ich mich nachts oft in die Sterne, lausche den Geräuschen der unmittelbaren Tierwelt und meine Spaziergänge beginnen prompt vor der Haustüre. Hier dominieren Ruhe, Überschaubarkeit und hohe Berge. Meine alpine Intelligenz entwickelt sich ;-) Ich geniesse die sozialen Kontakte, freue mich über die netten Worte und winkenden Hände der Sooler. Zudem lacht mein Herz nachhaltig über die wohlwollenden Sommerkafi-Rückmeldungen. Danke! Ca

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Noch mehr Gspändli

In meiner aargauischen Kindheit hatte ich auch fünf Brüder als Gspändli, Zeugen Jehovas. Wenn sie mich grad nicht zu ihrem Glauben bekehren wollten (was sie oft taten aber vergebens, denn ich wollte keine Zeugin werden weil es an Weihnachten keine Geschenke gab), spielten wir Müetterlis und Vätterlis. Eine ziemlich problematische Angelegenheit mit fünf Brüdern. Meine Rolle war gesetzt. Logisch. Aber bei ihnen wollten alle -
es konnte aber nur einer - der Vater sein. Die anderen mussten Buben spielen, was sie ja eh schon waren und darum nicht erstrebenswert. Nicht, dass sie umsverroden MEIN Ehemann sein wollten. Nein, um mich ging es ihnen nicht. Sie wollten den Vater nur spielen weil dieser der Chef war und rumkommandieren konnte. Ca

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Gspändli

Grusskarten Art Daca Böse Mädchen

Wenn ich an die Gspändli meiner Kindheit denke, erinnere ich mich allen voran an den dürren spanischen Gustavo - man durfte ihn nicht Guschti nennen weil er eben von Spanien kam - welcher hervorragend mit dem Bauch rollen konnte. Eine beeindruckende imposante Welle,

eine famose Woge, die ich trotz verbissenem Üben nicht ansatzweise hinbekam. Auch Pfeifen konnte dieser Gustavo! Mit eingerollter Zunge unter den Schneide-zähnen, ohne Finger. Klasse! Und beim Agraffen auf-einander schiessen, tüpfte er den Gegner stets am exis-tenziellsten Ort. Vortrefflich! Aber das Beste (irgendwie auch ein bitz gruslig) war, wenn er den lieben Gott spielte. Wenn er seine Arme ausbreitete und mit tiefster Stimme, die er hinbekam, sprach: "Ihr alle meine Kinder". Ca

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Halali auf dem Pirschmobil

Ein angstvolles Schreien, ein donnernder Knall, stolz schleppt der Jäger das Rehlein ins Tal..

Das Jagdfieber geht um. Gut getarnt auf gut getarnten und gut getunten Quads fräsen sie mitten in der Nacht rasant durch unsere Gegend, die sie nun Revier nennen, um Beute zu machen. Die Jäger - welche uns vor Wildschäden schützen. Ein echter Knaller. Ca

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Vom richtigen Umgang mit der Freiheit

Geburtstagskarte lass die Sau raus

Und plötzlich hat man frei. Es regnet Bindfäden. Aneinander-hängende Tropfen ohne Zwischenraum. Im Garten stauen sich die Schnecken. Die Sommerkafi Tischchen sind pitsch-, patsch-, pudelnass und darum ungedeckt. Man hat frei. Aus dem Nichts kommt die akute Chance zwanglos zwischen immens vielen Möglichkeiten auszuwählen, sich für die eine, beste, schönste, lustigste zu entscheiden. Gummistiefel montieren, die feuchte Umgebung in der richtigen Work-Life-Balance durchforsten und somit das Soll des Bewegungs-pensums erfüllen oder das Leben verlängern indem man - laut aktueller Studie - einen Kafi am anderen schlürft. Ca

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Metamorphose

Heute morgen wäre ich zu gern als Rüebliraupe erwacht. Hätte mich auf dem Dillzweiglein geräkelt, mich gross und grün gefressen und getagträumt vom Moment, welcher mich zum prunkvollen Schwalbenschwanz verwandelt. Nicht etwa weil ich fliegen möchte! Diese "ultimative" luftige Herausforderung hat mich noch nie gepackt. Auch nicht wegen des prunkvollen Aussehens! Nein, ganz einfach weil ich als Rüebliraupe hätte liegen bleiben können. Mich um nichts zu kümmern hätte. Kein 8-18 Uhr Job. Keine beruflichen jeden-Tag-neue-Herausforderungen. Kein Gedanken daran, was ich heute zu Mittag esse. Kein Plangen auf den Feierabend. Weil ich den ganzen Tag Feiermorgen Feiermittag Feierabend und somit Feierlaune hätte. Ca

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Der Schwänzeltanz

Der Schwänzeltanz ist ein solistischer Tanz. Eine Haupt-rolle für Primaballerinas. Die geschmeidige Tänzerin im dunklen Trikot vibriert dabei lebhaft mit ihrem Hinterleib und legt ein Tänzchen hin in Form einer Acht. Der Schwänzeltanz ist nicht zu verwechseln mit dem Zittertanz, dem Schütteltanz, dem Rundtanz, dem Rumpellauf oder dem Schwirrlauf. Schwer zu erkennen ist ob die Dancing Queen auf den Fussspitzen steht. Unschwer zu erkennen ist, dass sich die Fersen nicht berühren. Der Schwänzeltanz ist ein Ausdruckstanz und dient dazu den Weg zu einer Trachtquelle zu weisen. Eine getanzte Information. Von einer Biene für Bienen. Ca

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Moment mal hier gibts Momentaufnahmen

Raben am Zeitungslesen, Verlieben, Yoga, Wurm packen...

Es sind Momentaufnahmen einer hoch aktuellen Gegenwart, welche wir an unseren Sommerkafi-Tagen erfahren. Auch dank der starken Verringerung des räumlichen Abstands. Dank der relativ engen Platzverhältnisse dürfen wir spezielle Zeitspannen festhalten, kurze Augenblicke, Momente sammeln. Man begegnet sich in  holzheimeliger Zone, findet sich wenn man will, entdeckt sich bei Bedarf und erreicht sich bei Gefallen. Gedanken und Gefühle, Meinungen und Ansichten. Ein Austauschen. Unsere Gäste bereichern meinen Horizont. Ein bitz wie Sprudelwasser. Elmer Mineral mit Kohlensäure versetzt. Ich begegne ganz neuen Gedanken. Frisch und teils frech. Es sind oft Sternmomente mit gastro-sternefreier Aussicht auf grüne Wälder (und grüne Hochstrommasten ;-) ). Ca

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Das unheimlich heimliche Grunzen

Jäger schiesst auf Wildtiere

Ein Bär. Braungebrannt, mit ungeschnittenen Nägeln an suppentellergrossen Pranken, grunzt sonor auf unserer Sommerkafi Terrasse. Vermutlich weil ihn ein Hüngerchen plagt. Vermutlich weil er uns Rübis und Stübis verschlingen will. Weil wir honigsüss nach Soolergold schmöcken. Nur mit dem Vorteil des Überraschungs-moments bewaffnet, stürze ich mich ins nächtliche Dunkel. Wo kein Bär sondern Fidel der Kater auf mich wartet und entsetzt davonsprengt als sei ich der Bär. Das Grunzen ist dageblieben. Unheimlich gurgelnd und tief. Nun etwas unterhalb der Terrasse im Schutz der späten Stunde. Ca

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Ego ist kurz mal weg

Grashüpfer mit Blumenstrauss

Man soll sich ja gern haben - hört und liest man immer wieder. Einander, also die Mitmenschen. Aber auch sich selbst. Was ab und zu fast schwieriger ist als das mit den Mitmenschen. Sein eigenes Ich gern haben. Sein Ego. Auf Biegen und Brechen. Bis in alle Ewigkeit. Ämel die eigete Ewigkeit. Mein Ego ist aber öfters mal weg.. Dann stör ich mich ab dem was noch hier ist. Sozusagen mein Überbleibsel. Und sage laut zu diesem Überbleibsel "Äch bisch du e Gumsle". Oder du Pfiifechopf, Zapferüebling, Stinkschwindling, Chäspilzli, Fasermützli, Stummel-füessli, warzige Drüsling, Gurkeschnitzling, wurmförmigi Keule, abrönnte Rauchporling, Zitterzah, aschgraus Weichbecherli, borstige Kotbecherling oder du stinkendi Lederkoralle. Was natürlich auf die aktuelle Pilzsaison zurückzuführen ist. Und mich dann ziemlich rassig zum Lachen bringt. Und wenn ich lache, habe ich auch mein Ego wieder :-) Ca

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Rote Karte für die schwarz gelben Spielverderber

Wir haben Zitronen mit Nägeli gespickt. Foiferli auf Tischchen platziert. Pfefferminz-Lavendel-Sträusschen gebunden. Tomaten und Basilikum gepflanzt. Räucherkerzen aufgestellt. Schinken als Ablenkung serviert. Shorleyfallen, Bierfallen, Sirupfallen, Trichter-fallen... Selbst unseren feinen Kaffee haben wir angezündet und damit zwar Leute angelockt aber keinerlei Wespen vertrieben. Wir haben auf grelle Kleidung und Haarlack verzichtet. Gärendes Fallobst verbannt und  Süssigkeiten ausgelassen. Nichts hat genutzt. Die Wespen haben sich auf uns, unsere Gäste, unser Hab und Gut gestürzt. Die Holzfassade angefressen und den Dachstock ausgebaut. Jetzt werden sie - so leid es uns tut - mit Schwefel ausgeräuchert.. Ca

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Ansteckungsgefahr

Gute Besserungs Karte

Die ersten bestellten die mit Ziger. Die zweiten Klassisch, die dritten Chili und die vierten gemischt. An diesem Sommerkafisonntag waren unsere Chnoblibrote höchst ansteckend. Das muss in der Luft gelegen, sich im Flug verbreitet haben wie eine Tröpfcheninfektion. Diese zart gerösteten Chnoblipartikeli, eher kugel- als stäbchenförmig werden von uns Menschen angesaugt und siedeln sich frech im Riechtrakt, in der Nasenmuschel an. Dort hocken Millionen von Duftstoffrezeptoren, welche dem Gehirn was gisch was hesch melden "Hoppla Schorsch, hier gibts was Feines und das Gehirn antwortet: Nimm dir das Feine, aber Dalli Dalli".

Und dann liegen sie auch schon vor einem auf dem Holzbrettli. Die ofenwarmen Brote mit dieser signifikanten Oberschicht aus Chnobli-Anken und viel Liebe gewürzt :-) Ca

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Entbrannt, entflammt und hingerissen

Am meisten vernarrt war ich in Rex Gildo mit seinem pechschwarzen Haar, welches wie erstarrte Lava sein solariumgebräuntes Gesicht umrahmte. Sein "Hossa hossa hossa" war in seiner Schlichtheit einfach unwiderstehlich. ER war unwiderstehlich (bis er seine Cousine heiratete, was mir damals etwas gschmuch war). Später fiel er aus dem Fenster und starb. Dann kam Woody, von den Bay City Rollers, mit voluminöser Vokuhila Föhnfrisur im Stufenschnitt, Biber-zähnchen und mit Vorliebe in karomustrigen 3/4 Hosen unterwegs, frech kombiniert mit rassigen Ringelsocken. Welche Art Musik er machte war sekundär. Die Liebe hielt einewäg nicht sehr lange, weil Bob Marley wie ein rauchender Komet am Himmel auftauchte und mit seinen schicken Dreadlocks Woody aprupt und für immer verdrängte. Ca

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Mit Wackelzahn zum Wackelohr

"Müggli" sagte Zahnarzt Dr. Schmidli zu mir, als ich noch ein schüchternes Kleinkind war. "Müggli", deine vorderen Milchzähne wackeln schon ein bitz, die nehmen wir grad alle raus. Dabei wackelte er selbst heftig mit den Ohren. Zuerst mit dem rechten, dann mit dem linken. Beide zusammen klappte irgendwie nicht. Und noch während seinem höchst faszinierenden Wackeln verpasste er mir eine ghörige Portion Lachgas, von dem ich - trotz seinen verheissungsvollen Versprechungen - nicht ein einziges Mal lachen musste. Zu lachen getraute ich mich einewäg lange lange Zeit nicht mehr, nachdem er mir selbstsicher meine vier oberen vorderen Milchzähne rausgezogen hatte und die zweiten Zähne einfach nicht wachsen wollten... Ca

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Kieferklauenträger

Varroamilbe auf Biene

Es gibt Brillenträger, Krawattenträger und Kieferklauen-träger. Letzteres sind schlimme Parasiten und vor allem unter dem Namen Varroamilbe bekannt. Für den Imker einer der gefürchtetsten Bienenschädlinge weltweit. Sie gehören zu den Spinnentieren. 1-2mm kleine Tiere, hellbraun, borstig und fein behaart, kurze kräftige Beinchen mit Saugnäpfen am Ende mit welchen sie an den Bienen andocken. Mit ihrem Stech- und Saugapparat fügen sie den Bienen qualvolle Schäden zu. Um diese Varroamilben einigermassen im Zaum zu halten, müssen alle Völker nach der Honigernte mit Ameisensäure behandelt werden. Das müssen leider auch wir anwenden. Unschön aber hoffentlich wirkungsvoll. Ca

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Der kopflose Glärnisch

Swissness Sommerkafi Sool

Die Wolken kleben heute an den Glarner Bergen als wäre Araldit Standart Zweikomponentenkleber mit im Spiel. Wasserfest und temperaturbeständig. Man spürt Solidarität und Zusammenhalt. Es herrscht Einigkeit im Tal und Ruhe im Sommerkafi Sool. Da und ich haben kollektiv beschlossen, dass es heute wenig Sinn macht das "offen" Täfeli zu montieren. Keine ausgehungerten Wanderer und durstigen Biker in Sicht. Auch unser Glaceproduzent hat keinen Grund zum jubilieren, denn niemanden gelüstet es bewölkt nach einer Kombination aus wunderbar cremiger Glace und knuspriger Waffel in Form eines Cornet ge-schweige denn nach einer aufregenden bunten Rakete. Ca

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Bienenstich

Swissness Grusskarte Schweiz

Nein. Ich wurde nicht gestochen. Immer noch nicht. Kein Stachelapparat steckte bislang in meiner für Bienen zu elastischen Menschenhaut. Keine Rötung, Schwellung, Atemnot. Unsere Bienen sind einfach nur sanftmütig. Auch die zwei neuen Völker, welche wir diese Woche einlogiert haben. Aus Kunstschwärmen. Nicht, dass die Bienen allesamt Picasso heissen. Kunstschwarm bedeutet, dass der Imker den Schwarm aus mehreren Völkern künstlich geschaffen hat. Man schlägt die Bienentraube - nach drei Tagen Kellerhaft (kühl und dunkel) - in die neue Beute ein. Das finden sie nicht besonders amüsant, schwirren zu Tausenden in der nahen Luft umher und versuchen sich zu orientieren. Kurz nach dem Einschlagen setzt man darum die Königin zu, an welche sich das Volk während der Kellerhaft gewöhnen konnte und welche die pheromonelle Steuerung des Stocklebens übernimmt. Bei jedem neuen Volk denke ich, Jesses, die sind ja noch schöner als die vorherigen. Ca

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Im Auge des Sturms

Da und ich haben keine sturmfreie Bude, wie wir gestern Nach-mittag arglos bemerkt haben. Unser Sommerkafi Sool wurde zünftig duregschüttlet. Aus fast heiterem Himmel erfasste eine solide Windböe unvermittelt unseren grossen orangebraunen Retro-Sonnenschirm - der öpe schon als Regenschirm fungierte - und stülpte ihn gäg obsi, dem Auge des Sturms entgegen. Meine kernigen Cousins, welche mit der Harley angereist kamen, hingen sich geistesgegenwärtig an die Fransen und konnten dank ihrer Selbstlosigkeit so den Abflug des Schirmes verhindern. Am benachbarten mickrigen, aber weit gefährdeteren Emmi-Sonnenschirm, hing die zarte Ricki, welche ihre Krücken, ihren Kafi und die Aprikosenwähe aufopfernd sich selbst überliess. Ca

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Bienenflucht

"Bienenflucht" klingt meines Erachtens um einiges dramatischer als der ursprünglich geplante Blogtitel "Köstlicher Höhepunkt im Imkerjahr" oder "Zentrifugalkräftiger Honigfluss". Bei "Bienenflucht" denkt man doch subito an Not. An Hunger und Elend. An Flüchtlingskrise. Tausende von dunklen Bienen die ihren Stock verlassen. Heimatlos einer ungewissen Zukunft entgegen. Bei unserer Bienenflucht geht es allerdings um weit Harmloseres, äusserst Praktisches. Sie wird vor der Honigernte kurz zwischen Honig- und Brutraum gelegt, so dass die Bienen nur noch vom Honig- in den Brutraum gelangen, nicht mehr zurück! Es bleiben also im Honigraum nur noch 2, 3 unentwegte Mellifera sitzen und es ist für den Imker ein Leichtes, so den Honig gänzlich ohne Stiche zu ernten. Reinstes Soolergold :-) Ca

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Schönheit hat viele Gesichter

Pantoffeln mit Tiergesicht

Ich habe die schönsten Füsse der Alpennordseite.

Da hat kürzlich seine Zusatzausbildung zum Fusspfleger abgeschlossen und meinen Füssen eine Totalsanierung verpasst (www.fusspflegespitex.ch). Nun erschrecke ich immer ein bitz sobald mein Blick auf meine Füsse fällt, weil sie so unverhofft geschmeidig daher kommen. So gezähmt. So zart beseelt. So gütig und trotzdem ausdrucksstark gefärbt. Und ich war ein Model! Ein Topmodel! Ämel für kurze Zeit. Sehr kurze Zeit. Ein Fussmannequin. Wow! In meinem delikaten Alter. Zwar kein Ganzkörpermodel aber immerhin.. Am liebsten würde ich den ganzen Tag barfuss rumlaufen. Nur vereitelt mir diese grad gestartete Schlechtwetterperiode meinen Wunsch... Ca

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Pilzköpfe

Grusskarte Vier Hasen

Mehr mit Händen als mit Füssen kletterten wir, flink wie alternde Eichhörnchen, den ca. 35 Grad geneigten Hang hinauf um nach einem mittellangen Weilchen auf das erste Büscheli zu stossen. Da standen sie, dicht bei-einander, mit ihren dottergelben welligen Hüten, vollfleischig und knackig fest. Die Eierschwämmli. Und 2 Minuten oberhalb der Gemeine Steinpilz, ein Dickröhrling, darum dick und bauchig. In Symbiose mit einer Fichte und in Freundschaft mit einem Fliegenpilz. Letzteren liessen wir stehen und nahmen stattdessen einen Zigeuner mit. Einen Reifpilz mit seinem typischen Stilring und längs-runzeligem Hut. Wenn einen das Pilzfieber mal gepackt hat, lenken nicht mal mehr die Rehe ab. Ca

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Opferstock

Bienenschwarm

Unsere Bienen wurden überfallen. Rücksichtslos und gewaltbereit. Die Räuber kamen am hellichten Tag. Unmaskiert. Ohne Strumpf über dem Kopf. Ohne Waffen. Sie kreisten nur kurz mit ausgestreckten dünnen Beinen über dem Anflugbrett um dann wild entschlossen ins Flugloch zu stürzen, die Wächterinnen ausser Gefecht zu setzen, die fremde Bastion zu stürmen und den Honig in ihre Gewalt bzw. in ihren Stock zu bringen. Mehrmals. Sie konnten gar nicht genug davon kriegen. Vom Kriegen. Vom Honig. Wie im Taumel. Ein Drama für das junge schwächelnde Volk! Auch für Da und mich ein Drama, die dem geräuschvollen Treiben ziemlich machtlos gegenüberstanden und nur noch das Flugloch einengen konnten um den Opfern immerhin den Hauch einer Chance zu geben, gegenüber ihren Angreifern in der grossen Überzahl. Die Räuber sind übrigens ihre direkten Nachbarn. Stock an Stock. Die Räuber sind unser anderes Bienenvolk. Ca

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Rosie muht

Seit sie wieder hier ist, muht sie. Rosie. In unregel-mässigen hartnäckigen Abständen. In einer Lautstärke, die selbst Suzi Quatro vor Neid erblassen liesse. Ein an- und abschwellendes sonores dunkles Muh. Während der ganzen Nacht(ruhe). Wie ein auslaufender Hochsee-dampfer. Sogar das Bett schien leicht zu schaukeln. Und am Morgen war mir ein bisschen schlecht. Da hegt man dann - exgüsi - schon mal etwas dunklere Gedanken. Und schimpft das Rosie aus. Pfui, Rosie, was bisch au für ne Chue! Ca

 

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Die Zügellosigkeit des Sommerwetters

Wetterunabhängige könnten natürlich durchaus in unser Sommerkafi sitzen, gemütlich dem Regengeprassel auf ihrer Multifunktionskleidung horchen und zeitgleich die Wirksamkeit eben dieser Kleidung testen, wegen dem flüssigen Niederschlag an ihrem immer wässriger werdenden Kafi nippen, die Schwerkraft des kondensierten Wassers aus nächster Nähe beobachten, die Abkühlungsdauer ihres Körpers messen, das Anwachsen der Regentröpfchen auf dem Bistrotischchen zu einer veritablen Glungge untersuchen, den Lebenszyklus der Wolken betrachten und dabei die darin versteckte Bergsicht geniessen.. Erlebnisgastronomie :-) Aber wir haben heute das "Geschlossen"-Schildli ans Tor gehängt. Ca

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Wo sind all die Glarner hin?

Swissness Grusskarte Jodler

Wir befinden uns mitten in diesem Zeitraum, in welchem bloss ein Mindestmaß an Betriebsamkeit aufrechterhalten wird. Wir befinden uns mitten in den Sommerferien. Die Strassen sind leergefegt, die Kaffees entvölkert. Keine Nase weit und breit. Wie ausgestorben. Unberührt. Verwaist. Bei den Zürchern wusste ich inzwischen wo sie stecken: Thai-, Griechen- oder Glarnerland ;-) Aber wo sind all die Glarner hin? Daheim? Auf dem grossen Windchessel, dem Spitzalpeli, dem Geissbützi, Chuestäfeli, Schwibort oder Ochsepfad? Wandern über ihre saftigen Weiden, vorbei an schön behornten Kühen und singen "Dr Füü" in ihrem wundersam warmen mild klingenden Dialekt in einer Fröhlichkeit vor sich hin? Ca

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Resten schnöigge

Geburtstagskarte Happy Birthday Schwein auf Torte

Nach den Sommerkafi-Tagen (jeweils FR-SO) haben wir amig aller Gattig Resten. Es ganzes Fueder voll. Chruut und Chabis durcheinander. Aber da gibts nichts zu chlöönen, kein Grund zum umefuttere, en Lätsch mache oder gar zum's in Ghüdersack werfen. Denn auch ein altes Gipfeli ist mit viiiiel Anke druf durchaus noch ein chüschtiges Gipfeli. Notfalls kann man es ja auch weidli im Kafi tünkle. Ebenso das Chröömli oder der Chueche ist ein oder zwei Tage nach dem liebevollen Backen noch schampar gmögig. Wir essen ämel alles rübis und stübis. Kann mich amigs kaum mehr rode vor luuter Aprikosenwähe. Vielleicht sind wir einfach ob all den Resten Ends Sommerkafi-Saison (ca. im Oktober) halt feiss und haben einen Ranzen. Jänu.Ca

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Flöigäploog

Swissness Grusskarten Alpaufzug

Sie lassen sich wieder sädärä. Em Tüüfel es Ohr ab. Machen eis Chehrli am anderen. Bolzen mir all Häneschiss um die Ohren, schlabberen an meinem Chacheli Milchkafi, chräbled auf meinem Kopf, tanzen mir auf der Nase rum. Aber ich kann einfach keiner Flöigä was zu leide tun, kann sie bigoscht nicht abechlöpfe. Obwohl ich mir im Geheimen öpe wünschte, dass sie denn gli emol abchratzed. Weil das Haschplige geht mir auf den Geist. Ca

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Züri-Chräbs und Büezer-Schämpis

Swissness Grusskarte Cervelat Schweine

Am liebsten sind mir beim Züri-Chräbs die leicht verkohlten Beinchen. Das arme Würstchen muss innen gut durch und aussen zünftig dunkelbraun sein. Nach dem Verzehr riecht man dann halt auch selbst ein bisschen wie ein Cervelat. Zäme mit einem kühlen Büezer-Schämpis, gestern in Form des Fridolin Kundert Biers, ein Traumpaar. Wenn man sich diesem Duett dann noch in herzlichem Untersooler Ambiente hingeben darf, gibts kaum was Schöneres ;-) Ca

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Der Liebespfeil der Weinbergschnecke

Grusskarte Schweiz Liebestaumel

Bei der momentanen Wetterlage kriechen sie aus allen Löchern, über sämtliche Moose und Gräsli. Manch eine hangelt sich gar wagemutig von Stein zu Stein, dehnt ihren Eingeweidesack und Mantel bis ans Limit - gefählich hoch über dem Abgrund, der unweigerlich in unseren kleinen Teich und somit ins Verderben führt. Sie sind nässe-, wärmeliebend und standorttreu und stecken ihre Liebespfeile dem Liebespartner in den Fuss. Ihr merkt, unsere Mäuse sind weg. Ja, ich habe sie vermutlich zu weit weg getragen. Und jetzt, da wir keine Mäuse mehr haben, beschäftige ich mich halt vermehrt mit den Schnecken... Ca

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Der Orientierungslauf der Mäuse

Geburtstagskarte Maus fliegt im Heissluftballon in den Himmel

Gewonnen hat die Maus mit dem eingeklemmten Schwanz. Dank ihrem inneren Kompass, ihrer verinnerlichten Landkarte, ihrer körperlichen Fitness und einem hohen Mass an geistiger Leistung findet sie immer wieder die optimale Route zurück in unsere Läbigfalle. Gänzlich ohne technische Hilfsmittel. Eine Supermaus. Eine Intelligenzbestie. Ein Goldvreneli sondergleichen. Heute wandere ich mit ihr mal bis nach Ennenda - nicht bloss bis nach Mitlödi - und bin gespannt wie unser Sonnenschirm im Sommerkafi Sool (das war jetzt ein bisschen Eigenwerbung), wie lange sie diesmal für den Retour-Parcours braucht. Ich freue mich schon fast ein bisschen darauf, wie sie dann wieder vor dem bereits leergefressenen Käsehaken in der Läbigfalle sitzt, mich mit ihrem kokett glitzernden Mäuseblick fixiert, aufs Salatblatt wartend und dann wohl ebenfalls gespannt ist wie besagter Sonnen-schirm im Sommerkafi Sool, wohin ich wohl diesmal mit ihr reise. Sie kennt das Spiel. Ca

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Bullenhitze

Draussen herrscht eine Bullenhitze. An meinem Arbeits-platz herrscht sogar eine Affenhitze. Eine ausgekochte tropische Affenhitze. Eine Luft zum Schneiden. Verbraucht, schwül, tüppig. Einzig durch den Ventilator - wenn er denn endlich mal sein Köpfchen in meine Richtung dreht und mir leicht kühlere Luft zufächelt - entgehe ich knapp der Hyperventilation. Schweissperlen kriechen über mein rotes Gesicht und sehen wahrscheinlich nicht grad schmuck aus trotz den Perlen im Wort. Jetzt sässe ich zu gern im Sommerkafi Sool oben mit einem zünftig grossen zünftig kalten und zünftig feinen Glace ;-) Ca

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Unsere Bienen machen Überstunden

Gestern konnten wir unser zweites Bienenvolk abholen :-) Mit dem nigelnagelneuen Auto (gebraucht, ausgeliehen, mit schöner GL Nummer) nach Mitlödi fahren, beim Schweizerkasten das Törli schliessen und ab nach Sool. So haben wir uns das vorgestellt. Aber um 22 Uhr waren die Bienen überhaupt noch nicht bettreif, flogen Überstunden und lümmelten auf dem Flugbrett rum. So dass wir sie irgendwann (als mein Geduldsfaden riss, Da's Gedulds-faden ist länger!) ganz sacht mit etwas Wasser besprühten damit sie endlich Feierabend machten und in den Stock krabbelten. Im bereits dunklen Sool waren dann noch einige Kröten von der Strasse zu tragen bevor wir die neuen Bienen neben den alten Bienen platzierten. Ca

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Beizen

"Nur Idioten eröffnen eine Beiz" hiess es vor ca. einem Jahr in einem Tages Anzeiger Artikel. Wir können's trotzdem nicht lassen. Als Wirt bezeichnet man in der Biologie einen Organismus, der einen als Gast bezeichneten artfremden Organismus mit Ressourcen versorgt. Gemäss Wikipedia kann je nach Art der Wirt-Gast-Beziehung, der Wirt dem Gast Nahrung, Schutz, Aufenthaltsort liefern und die Möglichkeit zur Vermehrung gewähren... Wir verstehen uns weder als Reservoir- noch als Transport- oder Zwischenwirt. Wir verstehen uns als Gastwirt. Und wenn wir solche Gäste bewirten dürfen, wie wir sie letztes Wochenende hatten, dann gastwirte ich mit Insbrunst und Leidenschaft und kann es kaum erwarten bis der Freitag kommt und wir erneut unser "offen" Schildli ans Gartentor hängen dürfen :-) Danke vielmals allen, für die herzliche riesengrosse Unterstützung! Ca

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Sommerkafi Sool - ein Abenteuer :-)

Wer immer macht was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist. Darum setzen wir am Samstag einen Traum von uns in die Glarner Wirklichkeit um und eröffnen unsere Bäsebeiz, unser Sommerkafi Sool. Jesses! Wenn uns bloss bei der Aprikosenwähe nicht die Aprikosen verbrutzeln. Wenn uns bloss die Chnoblibrote nicht zu chnoblig geraten. Das Glarner Trockenfleisch fürs Plättli schön hauchdünn geschnitten wird. Das Emmi Glace in der Emmi Glacetruhe nicht vorher in der aktuellen Hitze noch schmilzt. Und womöglich der Masaba Kaffee garamänd noch zu afrikanisch ist. Oder wenns mich beim Servieren auf der Treppe litzt und's mir den Teller samt Tiroler Cake und Rahm verjättet... Ca

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Scheese

Grusskarte Swissness Kuh am Skifahren

Weil kürzlich der Veloweg gesperrt war wegen Festivitäten deren Grund und Berechtigung mir unbekannt blieb, musste ich ein kleines Stück auf den breiten Fussgängerweg ausweichen. Wie alle anderen Radler auch. Und prompt wurde ich von einer Dame mittleren Alters rüde gemassregelt. So entschuldigte und erklärte ich mich und die anderen Sünder. Stiess aber auf unternull Toleranz und dies in äusserst spitzigem giftigem Ton, was mir ein leises aber sachliches "Scheese" entlockte. Es war wirklich sehr leise. Fast nur gehaucht. Und ich weiss nicht ob die Dame mittleren Alters es überhaupt gehört hat. Dennoch tut mir dieses "Scheese" im Nachhinein leid. Man sollte natürlich nicht Scheese austeilen. Auch nicht blödi Chue, Babe oder Totsch (was ich aber im Fall nur gedacht habe). Exgüsi also! Ca

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Eine halbe Stunde in Uznach

Geburtstagskarte Giraffe mit Kopf an der Sonne

Der Zug ist mir ab. Der Voralpenexpress. Vor der Nase. Vor den Augen und Ohren. Vielleicht weils eben nur der Vor-alpenexpress ist und nicht der Alpenexpress. Auf jeden Fall "Ohalätz"! Was um Himmels willen macht man eine halbe Stunde lang in Uznach oder in Dialekt Uznä? Rundume blinzelt die Sonne. Hier schiffets... Häuser grau wie der Getreidesilo von Dintikon bei Dottikon. Wieso heisst eigentlich Graubünden nicht Blaubünden? Da wäre ich jetzt nämlich lieber. Anstatt mir hier in Uznach die Augen nach etwas Erquicklichem wund zu sehen. Wenigstens ein nettes Kafi. Ein warmer Laden. Ein trockener Unterstand. - Negativ. Ca

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Shoppingqueen

Geburtstagskarte Perlensau im Champagnerglas

Ich habs mir so schön vorgestellt, so felsenfest vorgenommen und dann doch nichts gekauft. In Glarus gibts bigoscht nicht grad viel Auswahl an Kleiderläden. Aber in Zürich zu viel. So viel dass mir die Lust nach kurzer Zeit verging. Diese kurze Zeit hat gerade mal gereicht um mich in ein paar zu enge, zu blaue und überteuerte 3/4 Hosen zu quetschen. Und obwohl mir die ambitionierte Verkäuferin versicherte, dass mir diese Hose schmeichle, ja wie angegossen passe und dazu äne genau dem Zeitgeschmack entspreche, der neusten Strömung, also kurz der letzte Schrei sei, liess ich das letzte Schreien weg und die Hose Hose sein, aber nicht meine. Darum laufe ich jetzt weiter in meinen alten 4/4 Hosen rum. Ca

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Zugkind

Grusskarte Böse Mädchen

Im Zug sass ich neben der 5jährigen Grace. Die knüpfte (knüpfte nicht zöpfelte - das war ihr ungemein wichtig) aus bunten Schnüren (sie liebt alle Farben, obwohl ihr Rosa ausgesprochen gut steht, liebt sie alle Farben ausser Beige) Schlüsselanhänger. Trotz Muskelkater vom gestrigen Sporttag, an dem sie 6. wurde obwohl sie lieber 4. geworden wäre. Diese Grace war so durch und durch altklug, unabhängig und in einer wilden Art artig, dass ich mir genau so eine Grace als Tochter gewünscht hätte, hätte ich mir denn je ein Kind gewünscht. Ca

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Flaggenkundig

Swissness Grusskarte Jodler Fahnenschwingen Talerschwingen

Irgendwann in der Kindheit, als mein Geist sich langsam aber eigenwillig regte, bemerkte ich diese Flagge. Zäntume die gleiche. Vor jedem zweiten Haus, in Vor- und anderen Gärten, auf Balkonen und Dächern. Blauschwarz mit drei Wellen, drei Sternen. Später in der Jugendzeit - die Bedeutung besagter Wellen und Sterne längst in Fleisch und Blut verankert - eine neue Flagge. Überall die gleiche. Simpel Wimpel. Schnödes Blau mit gleich viel Weiss. Und jetzt nochmals eine Neue. Eine Flagge die Farbe bekennt und flattert im Föhn. Rot wie der blühende Mohn und mit heiligem Schein so gelb wie ein Wandertäfeli. Ca

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Ich weiss dass ich nichts weiss

Zwischen dem letzten Blogeintrag und dem heutigen liegt ein Lebensjahr. Ich bin älter geworden. Das steht so in meinem Pass. Älter geworden von Anfang an, seit meiner Geburt. Direkt und unbarmherzig. Jetzt bin ich gut halb Hundert. Das heisst, mir pfeift (schon lange) keiner mehr hinter her. Vielleicht sollte ich mir deshalb so freche Stirnfransen zulegen... Aber so ein Geburtstag ist immer besonders. Ich bemerke die Besonderheit gleich nach dem Aufwachen. Feierlichfestliche, sonntägliche Gefühle lagern da im Grunde meiner Seele.

Unerwartet hats diesmal an der Türe geklingelt. Und durch das Glas der Haustüre war ein weiss-schwarzes Monster auszumachen. Geburtstagsmutig öffnete ich, wurde vom Dalmatinerrüden Mel überrannt und hatte flugs darauf eine wunderschöne Blumenschale in den Armen und eine leckere Rhabarberwähe auf dem Tisch :-) Ca

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Ich wünsch mir Langeweile

Die Tage sind zu kurz. Obwohl sie doch grad länger werden. Da und ich haben so viele Projekte, dass die Zeit nirgends hin längt. Und so wünsche ich mir manchmal im Geheimen ein bisschen Langeweile, ein bisschen Ruhe ohne Leidenschaft und Herzblut, ohne Termine, ohne Zerstreuung, ohne Beschäftigung. Ja, ich wünsche mir ein bisschen Leere. So eine Prise Substanzlosigkeit. Eine My zähe kaugummiartige uninspirierende Momente. Keine pulsierende innere Erlebniswelt. Null Gedanken, Gefühle, und äußere Reize. Lila oder von mir aus auch grüne Pause beim Denken, Fühlen und Tun. Gern auch im Schlaf.Ca

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Grosse Brüder und ihre kleinen Schwestern

Geburtskarte Würgebaby mit Storch

Mein grosser Bruder war schon immer grösser als ich. Und stärker. Das haben grosse Brüder so an sich. Wenn wir Mädchen nach der Schule amigs von den bösen Buben abgepasst wurden, weil sie uns z'leid werken wollten. Z.B. mit einer Hagebutte, die sie unter unseren T-Shirts verreiben wollten. Oder uns mit einer gruusigen Spinne hinterherliefen oder einem halbgfrorne Schneeball.. Da musste ich amigs nur prelaagge: "Das säg ich im Fall mim grosse Brüeder" und schon liessen sie ab von mir. Gäbig! Obwohl mein Bruder und ich uns als Goofe öpe gehasst haben bis aufs Blut - lieben wir uns inzwischen wohl bis in alle Ewigkeit ;-) Ca

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Der Hunger im Stock

Unsere Bienen haben Hunger. Man sieht es ihnen zwar nicht an denn sie sind fleissig wie eh und je und werden auch nicht dünner. Aber auf ihren Waben finden wir keinerlei eingelagertes Futter. Nach der Blüte von Raps und Obst entsteht ein Nahrungsloch, die Trachtlücke. Leider fehlen überall Nahrungsinseln in der Agrar-landschaft. Bis der Wald endlich zu «honigen» beginnt, müssen wir nun zufüttern. Dazu füllen wir die Futter-taschen im Stock mit einer Art Sirup. So hoffen wir dass die Bienen nicht geschwächt werden, denn sonst könnten Schädlinge wie z.B. die Varroa-Milbe lustvoll zuschlagen. Ca

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aus die Maus

Geburtstagskarte Maus fliegt mit Heissluftballon

Unsere Kühe sind weg. Als erstes hat der Bauer dem Stier, um ihn wohl zum Alliierten zu machen, Brotbrocken vors Maul geworfen und ihn kumpelhaft getätschelt. Dann hat er das geschwächte Nesselkind - wir nannten das kranke Kälbli so weil es meist in den Brennesseln lag - samt seiner besorgten Mutter den Hang hochgetrieben. Und schliesslich wurde das gesamte Vieh gezügelt. Das heisst FAST das gesamte. Denn die Dextermutter mit ihrem frisch geborenen Jungen hat sich mit ihrem Kind verweigert und versteckt. Allerdings nur eine Nacht lang. Nun sind auch diese beiden abgewandert. Und es ist fast ein bisschen langweilig bei uns vor dem Haus.  Gut läuft, bzw. fliegt im Haus noch genug. In Form von Mäusen und Wespen... Ca

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Die Sendung mit der Kuh

Grusskarte Swissness Langhalskuh mit Biene
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SBB Geschichten

Grusskarten Schweiz Gute Reise

Die SBB mobbt mich. Vermute ich zumindest. Denn JEDES Mal wenn ich Zug fahre, inszenieren sie eine Panne. Z'leid womöglich, um mich erfolgreich zu vergraulen. Dabei zeigen sie zugegebenermassen rächt viel Phantasie. Letzthin in Form eines Lastwagens, der von einem Zug gerammt wurde und seine Bierladung liegen liess. Nicht lustig. Aber so komme ich immer gottslausig zu spät nach dahin wo ich hinmöchte. Aber immerhin in den Genuss neuer Bahnstreckeken und Verwicklungen in Gespräche mit wildfremden Leuten, welche mir nach diesen Gesprächen nicht mehr gar so wildfremd sind. Ca

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Flugwetter

Valentinstagkarte Herzraucher mit jaulendem Hund

Gestern war perfektes Flugwetter für unsere Bienen. Nur kleine windbedingte Turbulenzen liessen ihren Sammelflug manchmal etwas ruckeln. Aber es war schön warm, so dass wir endlich unseren kolossalen Gwunder stillen konnten indem wir den Bienenkasten sanft aber bestimmt öffneten. Die Tiere schienen vital und doch ruhig, hingen teils in grossen Trauben an den proppenvollen Mittelwänden rum. Die Königin fanden wir nach langem Hineinstarren dann auch noch, was nicht einfach ist neben Tausenden Mitbewohnern. Sie trägt das Tatoo/die Nummer 6 auf einem weissen Plättli, was ich als gutes Omen betrachte, weil die Bienen schliesslich auch 6-Füsser sind. Die Farbe Weiss bedeutet, dass sie 2016 geschlüpft ist. Nicht mehr ganz jung aber auch nonig alt für eine Stockmutter. Und Weiss ist ja einewäg eine sehr royale Farbe. Gestochen wurden wir auch nicht :-) Also Imkern macht bis jetzt grosse Freude! Ca

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Der Ring steckt in Glarus, nicht am Finger

Hochzeitskarten

Schirm an Schirm standen bzw. sassen wir gestern zu ~6'000 im Ring um unter anderem über das Verhüllungsverbot abzustimmen. Die meisten selbst verhüllt mit Plastikpellerinen, eingeschweisst wie eine Glarner Kalberwurst. Um zu raten, mindern, mehren. Zuerst waren die Schwörfinger hochzurecken, dann die Stimmausweise. Viele Worte, viele Redner, welche ihre Standpunkte mehr oder weniger sachlich vortrugen, jedoch stets unterbrochen durch die höfliche direkte Anrede "Hochvertraute, liebe Mitlandleute". Am meisten beeindruckt haben mich das friedliche Beieinander trotz Meinungs-verschiedenheiten, die jungen im Takt synchronen Soldaten beim Ring-Einzug, die spektakuläre Bergkulisse (welche zwar meine Gedanken immer wieder zum tödlich verunglückten Ueli Steck schweifen liessen) und das anschliessende traditionelle Landsgemeinde-Essen: die Glarner Kalberwurst mit Zwiebelsauce, Kartoffelstock und Dörrzwetschgenkompott :-) Ca

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Raus aber richtig

Dankeskarte Grashüpfer

Manchmal könnte ich das Wetter auf den Mars schiessen. Sollen sich doch die grünen Männchen mit dieser Wechselhaftigkeit, diesen Temperaturschwankungen abmühen. Sollen doch die Marsmenschen ins Papiernastuch schnuderen, bitteren Salbeitee schlürfen und ihr grünes Schädelbrummen mit marsianischer Heilkraft lindern.

Heute, wo ich solo bin wegen der Sola, an welcher Da mitrennt, wollte ich so richtig auf den Putz hauen, endlich die eingefressene Farbe von den alten Schassen kratzen. Aber ich bin etwas leidend. Nicht ganz so leidend wie die Frau, welche mir gestern auf dem Kopfsteinpflaster vor die Füsse fiel, sich dabei heftig blutend Mund und Nase auf- und einen Zahn ausschlug. Aber doch ein bitz leidend. Und morgen ist Landsgemeinde. Im strömenden Regen. Jänu, es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung... Ca

 

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Bei den Schassen oben innen

Umzugskarte mis neue DiHai

Gestern bin ich vor dem Feierabend fast vergizlet weil ich auf unsere Beyeli plangete und gleitig zu ihnen wollte um zu überprüfen ob auch alle zwääg und gfrässig sind. Fast hätte ich darum die letzte Büez verlöfflet. Aber nume fast. Dann schnurstracks den gragglet vollen Güderchübel geleert, tifig die Schassen zugemacht, weidli die Tür abgeschplossen, meine Friise unter den Velohelm drappiert und in einem Garacho zuerst pfiifegrad dann um den Mitlödi-Rank gäch obsi Sool zue gfrääsed. Ganz us em Hüsli bin ich dann bei unseren Biendli obe aacho :-) Ca

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Sturm und Drang

Swissness Grusskarte Alpaufzug

Gestern um 20h haben Da und ich bei Michèle's Schweizerkasten das Flugloch verschlossen, die Beute in Müm's Avensis verladen und während der Autofahrt zu uns hoch den Countryspecial auf SRF1 ausgeschaltet. Das Umlogieren der proppenvollen Waben auf unser Dadant System verlief dann ziemlich turbulent wegen dem beachtlichen Föhnsturm. Der beruhigend wirkende Rauch aus dem Smoker hats subito immer wieder verblasen. Zudem hats auch schon eingedunkelt. Aber dank der Schutzkleidung,
in welcher man aussieht wie auf einer Marsmission und mit den Windböen auch fast Richtung Mars abgehoben hätte, blieben wir gänzlich ohne Stiche. Jetzt haben wir auf einen Schlag tausende neuer Haustierchen, um welche ich mich bereits in der ersten Nacht schon sehr gesorgt habe. Ca

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Silicon Sponge

Valentinstagkarte Zwei in der Badewanne

Während sich andere Frauen mit Silicon Sponge, Flutter Eyes und Lock Long Lasting Lipsticks beschäftigen, befasse ich mich mit Schlauchschellen, Kantenbändern und geschlammtem Kalksteinschotter. Nicht dass mir Flutter Eyes zuwider wären aber ich benötige zurzeit einfach eher eine Schlauchschelle. Oder eher einen Zurr- als einen Damenledergurt. Und anstatt Flutter Eyes sind mir Flutter Bees grad einiges wichtiger... Morgen kommen sie übrigens. Unsere Mellifera Mellifera. Ca

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Das volle Programm

Glückwunschkarte Geburtsanzeige Würgebaby mit Storch

Die Nervosität in unserer Küche war grad enorm. Der lang ersehnte Start unserer neuen Abwaschmaschine, nach endlich vollbrachtem Anschluss, zum Greifen nah. Das Salz in unserer Donnerstagabend-Suppe. Packend, dramatisch, prickelnd und spritzig weil der Siffon geleckt hat. Auch nervenaufreibend wegen der anfänglichen Fehlermeldung A2. Dann aber hat sich die Spannung langsam aber gewaltig aufgebaut, wir haben den Atem angehalten, die Augen zugedrückt und auf die Lippen gebissen... Sie läuft. Sie schnurrt. Musik in den Ohren, Tränen in den Augen. Ca

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Restrisiko

Weihnachtskarte Kling Glöckchen klingelingeling

Da beweist sich grad als Klempner. Wir möchten unsere neue schicke Abwasch-maschine selber anschliessen. Soll ja laut Youtube keine Sache sein. Sind ja nur drei simple Anschlüsse. Strom, Frisch- und Schmutzwasser. Easy! Bei einer normalen Küche sicher keine so grosse Sache.. Unsere Küche ist aber nicht normal. Und darum ist es sehr wohl eine Sache. Auch weil ich wieder mal neben Da stehe und staune wie ein Kaninchen vor der Schlange (nicht Da ist in diesem Fall die Schlange sondern die A-Maschine!). Sanitärsachen sind einewäg nicht so mein Ding. Für Kabel und Schläuche kann ich mich einfach nicht so recht erwärmen. Nun, Da wirds schon richten. Es bleibt nur ein geringes Restrisiko, dass die Abwaschmaschine nach seiner Installation leckt. Ca

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Farbenlehre - grundlos grüner Veltliner

Seit ich hier hinten und oben wohne, treffen wir uns in der Mitte. In Rappi bei grünem Veltliner. Grundlos, zmitts am Tag an so praller Sonne, dass nebst weinroten Backen (ROTE Backen trotz dem Weisswein grüner Veltliner) auch die Stirn rot wird und der Geist vernebelt. Das gönn ich mir selten. Aber sehr gern mit diesen beiden. Die eine frisch vermählt, die andere frischgebackene Hündelerin. Die erste mit türkischem Kapitän, die zweite mit spanischer Promenadenmischung. Der grüne Veltliner ist auf der Heimfahrt verbraust und die Körperrötung nicht verblasst. Im Gegenteil. Übrigens war die Zugfahrt verblüffend schön mit Aussicht auf weisse Berge, grüne Wiesen, gelben Soutätsch und blauen See. Ca

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Sauwetter

Geburtstagskarte Lass die Sau raus

Nein, das wünscht man sich nicht. Umsverroden wünscht man sich das nicht! Diese weissen Flocken. Diese weisse Decke, unter denen nun all unsere jungen zarten Pflänzli hocken, zittern, noch grün hinter den Ohren und auch sonst grün. Nicht wissend wie ihnen geschieht. Ihr Köpfli gegen die kalt nasse Masse strecken und wenn sie denn durchkommen, weht ihnen ein zünftig kalter Wind entgegen. Meistens kommen sie aber gar nicht durch und so wird ihre grandiose Unschuld der Jugend unter dem späten Schnee konserviert...

Schön war heute morgen einzig die kräftige Hirschkuh, die ihre tiefe Spur durchs Weisse zog. Ca

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Schoggimuul

Da und ich haben zuckersüsse braune Schoggimüüler. Meine Eltern haben uns Schoggihasen geschenkt. Da's  Hase ist ein aufrechter Geselle mit einem Chratte voll verzierten Eili auf dem Rücken. Mein Hase hat nette Glubschaugen und umarmt eine Ente mit einem leichten Botox-Schnabel. Anscheinend ist die Ente sein Freund oder er hat sonst ein undurchsichtiges Verhältnis zu ihr. Unsere Schoggitiere sind so süss, dass ich sie freilassen wollte. Ab in den Wald vor unserer Haustüre. Zu den Gemsen, Rehen, Füchsen und Dachsen. Zu ihren Art- genossen. Das wollte ich wirklich! Aber nun hat mein wildes Ich dem Glubsch-Hasen doch die Löffel angeknabbert. Und der Ente den Botox-Schnabel, weil sie so einsam lächelte. Ca

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Killer-Ei

Osterkarte Huhn verliert Ei

Es riecht etwas nach Essig bei uns. Denn wir rüsten uns fürs grosse Eiertütschen. Die Eier werden gebadet, gefärbt, mit Gesichtern bemalt und am Schluss noch poliert bis zum Gehtnichtmehr. Mein Favorit wird dieses Jahr wohl die grimmige Schildkröte. Ich glaube sie hat mit ihrer brutalen Mimik unbedingt das Zeugs um "Champion-Ei" zu werden. Ein Killerei der Extraklasse. Da wird staunen wenn ich ihn und seine (bisher!) unbezwingbare Technik, schlage. Mit einer Schildkröte!

Ich wünsche allen frohe Ostern! Ich glaube man sagt frohe und nicht fröhliche!? Ca

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Der Lattenzaun mit Zwischenraum

Im oberen Gärtli (oh ja, wir haben auch ein unteres Gärtli und sogar noch ein Gärtli hinten!). Also, im oberen Gärtli vorne, steht neu ein Lattenzaun um die Besitzverhältnisse abzugrenzen, so üblich im Wilden Osten ;-) und unbedingt notwendig bei unseren immensen Besitztümern ;-)

Genaugenommen ist es ein Staketenzaun, mit Längslatten in wunderbar regelmäßigen Abständen. Er dient allerdings nicht der Zierde sondern als Absturzsicherung auf unserer ziemlich hohen Gabionenmauer. Elsie wollte uns bereits eine Kuh in dieses obere Gärtli stellen, was ich prima fände! Aber da der neue Zaun kein Gatter ist, demzufolge also sperrangelweit offen steht, würde die Kuh wohl nicht lange bei uns grasen... Ca

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Der Volksmund ist ungeschminkt

Tasse Morgenmufel

Am 7. Mai ist unser erstes Mal. Dann steigen wir in den Ring. Die erste Landsgemeinde für uns Neuzuzüger. Das Memorial liegt auf dem Stubentisch zum Studieren bzw. die Stimmrechtsausweise zum Hochhalten parat. Ich bin andächtig gespannt ob der Glarner Volksmund anders spricht als der Zürcher. (Wenn Tiere abstimmen könnten, wärs dann wohl das Volksmaul) Ich stelle mir den Volksmund als gigantischen Schlund vor mit wulstigen, sehr beweglichen Lippen und einem üppigen Stimmumfang. Ca

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Die Wilde im Wintergarten

Grusskarte Vier wilde Mädchen

Es ist bereits einige Wochen her, seit wir Tomatensämli 0,5 cm in die Aussaaterde der gefüllten Anzuchtgefässe - bei uns sind das Mokkajoghurtbecherli - gedrückt, Klarsichtfolie darüber gespannt und im feucht-warmen Mikroklima unseres Wintergartens platziert haben. Seither warten wir begierig darauf, dass sich die zarten Lichtkeimlinge der Sonne entgegen räkeln. Aber nichts ist passiert. Bis gestern. Da hat eine wilde Vorreiterin ihr hellgrünes Köpfchen durch die Erde gebohrt und guckt nun vorwitzig in unserem frisch gestrichenen Winter-garten umher. Ich schätze diese Art von Vorwitzigkeit und gebe dem Tomätli darum den Namen Rote Zora. Dass sie wohl irgendwann gegessen wird, halte ich vor ihr geheim... Ca

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Es gibt immer was zu tun

Weihnachtskarte Engel schlägt mit Hammer auf Weihnachtsglöggli

Da stehn wir wieder. Mit Herzblut, Wille und Zuversicht. Im Hornbach vor Siphons und Ventilen. Überlegen was ächt besser für uns wäre, der Ablaufbogen, der Raumsparablaufbogen oder das Tauchrohr. Am liebsten tät ich ja den Lavabostöpsel mit Monster Bobby drauf kaufen, aber den benötigen wir umsveroden nicht. Auch den kesseldruckimprägnierten Staketenzaun untersuchen wir genau, bevor wir ihn auf unser extra-large Wägeli hieven und uns so scheinbar Respekt verschaffen. Jedenfalls stüben die Leute davon wenn wir damit auf sie zusteuern. Die Profi-Teichfolie aus Kautschuk zu finden ist dann ein Leichtes im Gegensatz zur Holzlasur. Wir entscheiden uns gegen das dekorative, wasserbasierte Medium-Solid-Lasur-Gel und nehmen ein Töpfli klassische kieferfarbige Lasur mit 20% mehr Inhalt und Schutz gegen alles. Heute ziehen wir wieder los. Diesmal im Auftrag der Bienen. Ca

 

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Mutterstag

Nein, heute ist nicht DER Muttertag. Es ist MEINER Mutter ihr Tag. Nicht zu Ehren ihrer Mutterschaft sondern zu Ehren ihrerselbst. Zu ihrem Wiegenfest. Auch wenn man leicht vergessen könnte, dass auch eine Mutter einmal in einer Wiege lag, einmal geboren wurde. Einmal Kind, Schwester und Ehefrau war bzw. ist. Weil sie halt immer schon da war. Einen begleitet, getröstet, erzogen, unterstützt und stets geliebt hat (und das obwohl man zwischendurch wirklich nicht grad liebenswert war). Ich habe das Glück eine Supermutter zu haben. Supergut, superschlau, superlieb, superlustig, superstark und superschön ;-) Und darum singe ich laut "Mama uuu" nach Bohemian Rhapsody von Queen, ganz allein für SIE. Ca

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Mein Königreich...

Rabentasse Rabengrusskarte

... aber ich bin nicht die Königin. Der Kunde ist der König, beim neuen Job. Und ich bin Teil des souveränen Staats. Also noch nicht ganz so souverän wie meine Chefin... Wir orientieren uns am Kunden, wir integrieren ihn. Wir drucken, plotten, falten, gestalten, rillen, binden und kleben für ihn. Der König von Glarus ist rücksichtsvoller als der König von Zürich, weniger gehetzt, weniger aufgeblasen. Er trägt keine Krone, höchstens auf den Zähnen. Aber die muss er mir nicht zeigen. Das nimmt mich überhaupt nicht wunder. Der König ist der Bundespräsident der Monarchen, nicht vergleich- oder gar verwechselbar mit Doris Leuthard. Der König ist hier, in meinem Königreich, ein ganz normaler Mensch und ich muss sagen, ich schätze ihn. Ca

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Ruebe und käfälä

Neujahrskarte Schwein am Strand

Dieses Ende der Woche. Dieses Wochenende hat, wenn man stinknormal arbeitet, eine enorme Bedeutung. Plötzlich hat man zwei ganze Tage, 48 Stunden zur Verfügung, welche nicht zur Erzielung eines wirtschaftlichen Nutzens da sind, sondern lediglich zur Erfüllung der eigenen Muße dienen. Die Ultraproduktivität trifft auf Entschleunigung. Man kann also nötig oder unnötig lange pfuuse, käfälä, ruebe, fläze, umeschnäggle. Gopeletti tut das wohl! Ein Schönes Wochenende allen! Ca

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Schnegel

Art DaCa über uns

Was sind denn Schnegel?  wollte Da gestern Abend wissen, nachdem er meinen Blog gelesen hat. Sieht aus wie ein Schreibfehler. Nun lieber Da, liebe BlogleserInnen, es ist KEIN Schreibfehler. Schnegel habe ich ganz bewusst ausgesucht. Ich hätte auch Egelschnecken schreiben können. Aber das Wort Schnegel finde ich prima, gefällt mir ausgesprochen gut. Man kann es so auf der Zunge zergehen lassen. Also nicht das getigerte, gefleckte oder getupfte Tier, nur das Wort zergehen lassen! Wenn man wie ich leicht lisple, klingt das Wort Schnegel einfach köstlich. Etwa so wie Fotzelschnitte oder Jumbolino. Übrigens an alle Gartenbesitzer: der Schnegel ist nicht schädlich im Gegensatz zur Wegschnecke. Ca

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Die Menschen singen Tralala

Grusskarte Valentinstag Verliebte

Ja ja, der Jungspund Lenz ist da! Das farbenprächtige Blütenspiel des Nachwinters bzw. des Vorsommers hat kaum begonnen und schon sind wir total von den Socken, völlig aus dem Häuschen, schütten fleissig Serotonin und Dopamin aus, suchen euphorisch einen Partner und verfallen der Frühjahrsmüdigkeit. Bäumig, wie alles spriesst und schiesst. Stilvoll, graziös, aufrecht und tapfer. Wow, sage ich öpe! Wow wie schön unser Gärtchen! Jetzt sollen bloss keine Schnegel kommen. Keine zwittrigen Nacktschnecken die alles wegfuttern. Ca

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Schweinerei

Grusskarte Swissness Schweinchen

Mit Jacqueline und Alex haben wir am Wochenende Schweine gewürfelt.  Gummischweine, keine echten. Dabei versucht man möglichst keinen Sauhaufen zu würfeln. Vielmehr Doppelhaxe, Doppelschnauze oder Doppelbacke wäre klasse. Faule Sau oder Gulasch ist auch nicht zu verachten. Das Spiel beruht scheints auf einer Legende, wonach früher lebende Schweine auf einen Pfosten geworfen worden seien. Zwei dieser Wurf- schweine hiessen Jonas und Franzl. Die beiden wollten dem Wurf entgehen indem sie kleine Holzschweine schnitzten. Fortan wurde nun mit den unechten Tieren geworfen und Jonas und Franzl - falls sie noch am Leben sind - leben sie noch heute. Ca

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Das maskierte Wild

Grusskarten Jäger mit Wildtieren

"Uverschämt schö!" würde mein guter Freund - mit dem ich die abenteuerliche Wanderung ans Mittelmeer unternahm - schwärmen, beim Anblick dieser Gemse vor unserem Stubenfenster. Dabei würde er leise aber breit lachen, eher so eine Art Grinsen und gleichzeitig seine Hosen bis über die Brust hochziehen. Das sieht amigs so unglaublich doof aus, dass ich auch nach 1000mal noch in ein nicht so schnell enden wollendes Gelächter ausbreche. Aber es geht in diesem Blog jetzt eigentlich um die kräftige Gemse mit der schwarzen Längsbinde über den Kopf. Allerdings bin ich mir sicher, dass eben dieser Freund - mein Wandergatte also - auch gerne mal der Haupt-darsteller in einem Blog wäre. Und sicher nicht abgeneigt, wenn ich gar schreiben würde, dass auch er uverschämt schö aussieht ;-) Sogar bei der Maskierung könnte er mithalten, weil Verkleiden eine seiner vielen Leidenschaften ist. Aber es geht jetzt halt nun mal heute um die Gemse und nicht um diesen Freund.. Ca

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Kleiderwahl Kleiderqual

Glückwunschkarte Geburt Zauberer mit Baby und Kaninchen

Wenn Da ausschlafen kann, leg ich mir amigs am Abend vorher die Kleider parat. Damit ich ihn nicht störe beim Ausschlafen obwohl ich das mängisch gern täte, weil ich dann jeweils etwas bettneidisch bin. Nun, jedenfalls leg ich also meine Kleider parat. Was schwieriger ist als es tönt. Wegen der Auswahl. Nicht dass mein Kleiderkasten proppenvoll wäre.. Auch habe ich Lieblingshosen, aber man kann ja nicht in den ewigs gleichen blauen Hosen rumlaufen. Macht man einfach nicht. Habe ich ämel irgendwo gelernt und subito verinnerlicht. Auch glaube ich dem Meteo-Bucheli nicht gänzlich und prüfe gern am Morgen selbst noch, beim Zeitung aus dem Milchkästli holen, wie das Wetter wirklich und aktuell ist. Nun müsste man natürlich noch blitzschnell umentscheiden können, wendig sein. Aber ich muss dann halt mit den Hudlen rumlaufen, die ich mir zurechtgelegt habe. Ca

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Schönheitsschlaf

Geburtstagskarte Sexy Hexi

Ich habs vorgestern ja schon erwähnt. Die Sache mit der Zeit. Nicht nur zum Arbeiten fehlt sie mir. Auch zum Schlafen. Morgens um 6 Uhr seh ich gopeletti nicht grad knackig aus. Der Schönheitsschlaf kommt einfach zu kurz. Im Geschäft schlafen, macht sich auch nicht grad gut. Ämel jetzt in der Anfangsphase noch nicht :-o
So kann ich nur darauf hoffen, dass ich heute auf dem Heimweg noch so richtig zünftig verschiffet werde auf meinem E-Bike. Weil Regen ja bekanntlich schön machen soll, kann ich vielleicht das Schönheitsschlafmanko so wieder wett machen ;-) Ca

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Auch das Zeitmanagement will gelernt sein

Swissness Grusskarte Swiss Watch mit vielen Tieren

Eigentlich fehlt mir die Zeit zum Arbeiten ja gänzlich. Weil der Garten ruft. Also eigentlich rufen momentan vor allem die Pflücksalate und die Puffbohnen. Für die Puffbohnen (auch Saubohnen, Pferdebohnen, Viehbonen oder Dicke Bohnen genannt) basteln wir aus einem Armierungsnetz ein Klettergerüst. Daran können sich dann die Puffbohnen hochhangeln damit sie untereinander kein Puff kriegen. Die Bohnen sind echli chlobig zum Anschauen aber grad gäbig gross um sie ring ca. 4 cm in die Erde zu drücken. Die Pflücksalatsämli hingegen sind winzig klein, ein Hauch von Nichts. Man sät sie in Da's vorbereitete Gräbli. Auch ich könnte diese Gräbli vorbereiten aber Da ist immer so tifig. Ich bin halt langsamer weil ich öpe mal nachschaue ob die Küchenschelle wächst und die Schachbrettblume überhaupt spriesst. Ca

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Ich bin ein Rechtssubjekt

Grusskarte Cooler Hase mit Spinnennetz

Ich, als natürliche Person habe Rechte und Pflichten. Zurzeit befasse ich mich mit einer mir unliebsamen Pflicht: mit dem Ausfüllen meiner aufsässigen Steuer-erklärung. Seit meiner Geburt bin ich rechtsfähig aber gottlob musste ich diese Steuererklärung in der Wiege noch nicht erledigen. Heute aber ist es ein Muss. Ich muss diese Deklaration der hiesigen Finanzbehörde abgeben. Ich darf weder schummeln noch zu spät abgeben sonst ist es ein Steuerdelikt und ich werde gebüsst. Und gebüsst oder ausgeschimpft werde ich gar nicht gern. Schon als Kind nicht. Ich kann mich noch gut erinnern als mein Vater und ich von einem Bauern ausgeschimpft wurden weil mein Vater per Auto eine seiner 100% sicheren Abkürzungen über des Bauer's Feld machte. Oder wie meine Mutter und ich zur Strafe ein Weglein frei fötzeln mussten weil wir dieses Weglein begingen, das scheints nicht begehbar war. Aber beim Fötzeln war es dann ja wieder begehbar. Ca

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Von Weiselzelle und Wabenmass

Postkarte Swissness Jodler am Fahnen- und Talerschwingen, Ziege und Wespe

Die Bienen vom Plantahof haben uns am ersten Kurstag freundlich empfangen. Nicht grad euphorisch mit Schwänzeltanz, aber freundlich. Das Wetter hat die Sammlerinnen aus dem Stock gelockt um ihre Hösli vollzupacken, während andere ihres Volkes geputzt, gebaut, bewacht und gefüttert haben. Unser Kursleiter wurde mehrfach gestochen, was ideal war für den Unterricht. So konnte er uns grad praktisch zeigen wie man den Giftstachel richtig entfernt. Man muss ihn sofort, also bevor die Alarmpheromone gross freigesetzt werden um weitere Genossinnen herbeizurufen, mit dem Fingernagel wegreiben. Ca

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Fliegen fliegen Fliegen nach

Grusskarte Swissness Knabe mit drei Kühen und Fliegen

Es herrscht Fliegenwetter. Aus allen Ritzen, Rillen und Poren, aus Holz, Beton oder Kunststoff scheinen sie momentan ganz kribbelig hervor-zuquellen und nervenstrapazierend herum zu jetten. Mit Vorliebe um meinen Kopf. Trotzdem kann ich keiner Fliege was zuleide tun. Weder Flügeli zusammenkleben noch Beinchen abknicken oder Rüsseli zustopfen. Da kann die Fliegen blitzschnell mit links und rechtshändig fangen und raus spedieren. Manchmal schüttelt er sie noch ein bisschen in der Hand rum und horcht dann dran. Zum sicher sein, dass die Fliegen auch tatsächlich in seinen Fängen sind. Da ist bestimmt der beste Fliegenfänger der gesamten nördlichen Halbkugel. Ca

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Blutegel

Gute Besserung Karte Drei verletzte Hasen

Meine Physio bleibt mir dank meiner unsympatischen Achillessehnenentzündung nochli erhalten. Sie summt also weiter ihre mir vorwiegend unbekannten Melodien und jagt mir derweil eine Art Elektroschocks über die geschwollene Wade. Nächstes Mal dürfen glaubs bereits richtig läbigi Blutegel an meinem Bein rum suggelen, sich fett fressen und den Entzündungsherd rausschlürfen. Nix für zarte Gemüter. Aber scheints sehr heilsam, das Non Plus Ultra, der letzte Schrei (hoffentlich nicht von mir :-0) Ca

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Wartezimmer

Swissness Grusskarte Kuhbar Drei Kühe an einer Milchbar

Wenn man ins Wartezimmer muss, weiss man so ziemlich was einen erwartet. Die Erwartungen sind also relativ gering. Letztes Mal musste ich cheibe lang in diesem Zimmer warten. Fast eine Stunde. Mehr oder weniger lang zäme mit einem sonnenbebrillten Goldkettelimann, der an - womöglich handybedingten - nervösen Zuckungen litt und immer wieder auf seinem Smartphone rummanipulierte und dabei häufig aufstöhnte. Dazu mit einem arg schweisselnden fetthaarigen laut denkenden Arbeitslosen, welcher dringend das Gespräch suchte um über seine schwache Lungenfunktion zu berichten. Und noch mit einem blaustichhaarigen Grosi, welches sich den Arm aufgeschlitzt hat. Beim Lismen? Oder wo schlitzt sich ein Grosi ächt dermassen den Arm auf? Ca

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Balken Nr. 3

Dankeskarte Grashüpfer mit Blumen

Balken Nr. 3 macht Da und mir Sorgen. Seit einigen Wochen tropft er, sobalds regnet, auf den Tisch im Wintergarten. Da ist schon mehrmals auf dem Dach dieses Gartens rumgekrochen. Das sieht von unten lustig aus. Für Da, da oben glaubs eher weniger. Den Wintergarten benutzen wir in jeder Jahreszeit, ausser im Winter. Er steht wirklich im Garten, obwohl man das noch nicht so gut merkt weil noch nichts wächst. Auch den Mini-Teich mit dem Glögglifrosch sehen nur Da und ich weil er noch gar nicht existiert. Aber zuerst müssen wir uns jetzt um Balken Nr. 3 kümmern. Ca

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Mein Wecker geht mir auf den Wecker

Grusskarte Gute Reise Mann schleppt Pferd im Sack

Ich muss wieder in die Hosen. In die Arbeitshosen. Die neue Woche ruft. Immer frühmorgens ruft sie schaurig laut. In der Form/Reinkarnation eines tüchtigen zuverlässigen unnach-giebigen Weckers. Sein Ruf ist eine schrille Aufforderung, eine Mixtur aus verkaterter Katze, jammervoll singender Säge und verschnupfter Sirene. Aber immer noch besser als die Shocking Alarm Clock, welche - so hab ich gelesen - kleine Elektroschocks abgibt. Oder auch besser als Clocky, die von der Kommode hüpft, sich fies versteckt und erst aufhört zu schellen wenn man sie findet. Und dann gibt es noch den Blaulicht-Wecker, der wie ein schwer bewaffnetes Sondereinsatzkommando brutal laut heult und mit grellem Blaulicht rumschiesst. Ca

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Eine Glarner Pastete reist nach Zürich

Geburtstagskarte Schwein mit Kerze auf Kopf sitzt auf Torte

Was mir bis anhin die Luxemburgerli waren, ist jetzt neu die Glarner Pastete. Das tönt nach Fleisch, ist aber ein Blätterteiggebäck. In der Form einem Dreikönigs-kuchen nicht unähnlich. Aber anstatt eines bleichen Gummikönigs findet man im Inneren eine süsse Marzipanmandel- oder Zwetschgenfüllung. Die Pastete reiste gestern mit mir im Zug nach Zürich. Gratis. Sie braucht kein SBB Billette obwohl sie so gross ist wie ein kleines Hündli. Wie ein Rehpinscherli. Mit der Schachtel sogar wie ein Zwergpudeli. Bellfreudig ist die Glarner Pastete nicht. Und Wedeln kann sie schon grad gar nicht. Sie kann nur entzückend verführerisch vor sich hin riechen. Sie blieb dann in Zürich bei meiner lieben Freundin, die Geburtstag feierte. Ca

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Füsse auf dem Tisch

Grusskarte Zwei Verliebte in der Badewanne mit Schaum, Fisch und Ente

Nach der ersten Arbeitswoche dampft mir schon ein bisschen mein Ü50-Kopf und ich weide mich an der Aussicht auf zwei freie Tage. Noch dazu bei diesem Wetter, sprich klare Sicht auf sonnenbeschienene schneebedeckte Gipfel. Ein Wetter zum Eierlegen :-)

Als Kind schien mir das Erwachsensein keine leichte Sache zu werden. Ziemlich dubios das Ganze. Einzig etwas daran fand ich grossartig und ich beneidete meinen Vater ganz besonders darum: die Füsse auf den Beistelltisch legen. Mein Bruder und ich durften das aus einem rätselhaften Grund keinesfalls! Aber genau das darf ich jetzt und tue es auch. Intensiv und entschlossen meine Füsse samt Achillessehnenentzündung ausgiebig hochlagern. Ca

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Die Erde bebt am ersten Arbeitstag

Grusskarte in der Ruhe liegt die Kraft / alter Hase mit Spinnennetzen

Ich bin gut gestartet. Trotz Schneeeinbruch und Schuhzusammenbruch. Ja, meine Winterstiefeletten haben just an diesem Morgen die Nähte platzen und somit den kalten Schneematch einfliessen lassen, was ich den ganzen Tag lang noch grusig erdulden musste.. Aber sonst gut. Trotz meiner Physio, die im Anschluss an meinen ersten Arbeitstag noch etwas an meinem Tennisarm rumhämmerte. Etwas länger als sonst. So, dass ich den letzten Bus hoch verpasste und durch den Regen hinken musste. Nicht wegen dem Tennisarm hinke ich, sondern wegen der neu zugezogenen Achillessehnen-Entzündung. Jedenfalls hinkte ich also durch den Regen (meine Physio meinte "der Himmel weint") und durchnässte einmal mehr meine eh schon nassen Socken. So war ich daheim dann nicht nur nass sondern pflotschnass. Und wirklich grad als ich mich endlich hinsetzte mit einem schnell und darum schräg abgeschnittenen Stück altem Zopf mit Glarner Alpkäse, bebte die Erde. Es waren nur Sekunden. Wie eine Druckwelle. Mit einem Grollen. Es hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füssen weggezogen. Und einordnen konnte ich das Beben nicht. Ich dachte an eine Lawine, eine Horde Hirsche, an Müdigkeit, Halluzinationen aber nicht an ein Erdbeben. Ca

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Die Entschleunigung ist in vollem Gang

Grusskarte Diverses Nebelschwaden

Nach Ziegelbrücke beginnt amigs meine Entschleunigung. Bis dahin bin ich proppenvoll. Wie überessen. Angestaut mit stadtlichen Eindrücken. Aufgebracht. Angerempelt. Abgekämpft. Ausgepumpt. Erst in Ziegelbrücke, wenn der Zug nach rechts einschwenkt, die Leute stiller werden, die Kleidung heller, die Berge grösser und der Himmel sich Platz verschafft, dann werde ich ruhiger und muss gar etwas schmunzeln über den Stress, den ich mir selber zufüge. Erst dann kann ich den Kunsthausbesuch bei Kirchner so richtig geniessen. Lasse seine Bilder vor meinem inneren Auge noch einmal Revue passieren und finds richtig schön. Ca

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Russische Karawane

Grusskarte Swissness Alpaufzug Drei Kühe und ein Hirtenjunge

Dieser Titel heute ist irreführend. Man meint man erfahre jetzt etwas über ferne Völker und ihre Bräuche, über Fortbewegungsmittel und Nutztiere. Stattdessen bekommt man Tee.

Immer wenn ich - wie gestern - in Zürich bin, zieht es mich nämlich zielstrebig zum Jelmoli an der Bahnhofstrasse. Nicht wegen den flotten Markenkleidli, dem feschen Schmuck oder der extravoluminösen Wimperntusche. Einzig und allein wegen dem Russischen Karawanentee. Ein kräftiger dezent rauchiger Schwarztee, der an Steppe, Tataren, Dschingis Khan und Polarfüchse erinnert. Der leicht im Hals kratzt und auch einige Minuten dort hängen bleibt. Der Russische Karawanentee wurde ursprünglich in China angebaut, über speziellen Hölzern geräuchert und durch die Körperwärme des transportierenden Pferdes geschmacklich beeinflusst. Ein Krug voll bringt mich allmorgendlich zum Träumen und auf Trab. Ca

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Stromunterbruch

Grusskarte Swissness Swiss Watch Uhr mit vielen Tieren dran und drauf

Vor dem Fenster wuseln 3 Männer in gelber wind- und wasserdichter, hochelastischer, superleichter und geräuscharmer Regenbekleidung um den Strommasten herum. Strommasten ist ein unschönes Wort. Es erinnert mich an Stoma, den künstlichen Darmausgang. Aber da können die Männer draussen - es sind übrigens nur noch 2 - nichts dafür. Sie schlagen jetzt auf den holzigen Strommasten ein. Mit was kann ich nur hören, sehen kann ich es nicht, weil sie um die Ecke schlagen. Ich könnte natürlich raus gehen und ihnen beim Schlagen zusehen, aber mir fehlt so ein gelbes wasserdichtes Regenkleid. Und es regnet grad ziemlich stark. Eigentlich wie aus Kübeln. Es schiffet. Gli wird unser Strom für ein paar Stunden gekappt. Und ich habe wieder mal gemerkt wie sehr wir am Strom hängen. Was nach der Kappung alles nicht mehr geht. Es geht so weit, dass ich selbst gehe. Nach Glarus spaziere in die Landesbibliothek. Dahin wo die Lampen brennen, der Ofen wärmt und der Compi schnurrt. Ca

 

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Mein Beitrag zum Bruttosozialprodukt

Grusskarte Swissness

Ab nächster Woche bin ich kostbarer. Wertvoller für unsere Volkswirtschaft. Ab nächster Woche erbringe ich Dienstleistungen, werde produktiv tätig und trage somit zur Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Schweizer Bevölkerung bei. Ich werde mein Einkommen ausstreuen in sämtliche Schweizer Wind- und Windli.

Ich freue mich darauf wieder eine Wirtschaftskraft zu sein. Einer Arbeit nachzugehen nach etlichen Monaten intensiver, teils angespannter Stellensuche. Ca

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Schmützli

Glückwunschkarte Hund schleckt Katze Vögel mit Herzen im Schnabel

Früher, als meine Eltern "steinalt" - um nicht zu sagen "Gruftis" - waren, also genau so alt wie ich es heute bin.. Früher also, da konnten sie mich mit dem Wort Schmützli zünftig erschrecken. Es Schmützli! Das war ein unangenehmes, spitz nach innen gezogenen Pffffff mit nicht voraussehbar langem feuchtem apruptem Plopp auf der Backe. Ein oraler Körperkontakt, der für mich schauderhafter war als der chlausische Schmutzli. Den Dreck hört man ja einewäg schon ein bisschen raus. Und irgendwie auch das schmatzende Pffffff, das minutenlang leicht schlüpfrig nässlich auf der Backe klebte. Manchmal vermischt mit Lippenstiftrot, Schnauzhaar oder Muratti Gold. Ja, die Kindheit ist kein Zuckerschlecken. Ca

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Zweite Vermisstmeldung

Grusskarte Schwein im Badeanzug auf Matte am Palmenstrand mit Drink und Sonne

Ich vermisse meine Kondition. Sie ist irgendwann im Laufe des Winters entschlüpft. Durch die Hintertür. Ist mir durch die Lappen gegangen. Quasi vor der Nase weg. So eine Schlawinerin. Und ich hätte sie wirklich gerne zurück. Sie ist belastbar, beweglich, schnell, ausdauernd, taktisch und sozial. Meine Kondition ist ca. 160 cm gross und ca. 3 Kg leichter als ich. Sie ist meist in Bewegung, rennt leichtfüssig nach Ennenda, Engi, Schwändi plus Retour. Auch Fessis oder den Bärebode zieht sie mängisch in Betracht. Ohne sie zwickts hier und da. Ohne sie rast mein Puls bei der kleinsten Anstrengung. Und ohne sie wird mein Kopf so schnell rot. Also, wer Angaben zu meiner vermissten Kondition machen kann, melde sich bitte! Ca

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Gedankenst(r)iche

Gute Besserungskarte Krankenschwester fies lächelnd mit Spritze, Patient mit nacktem Po

In der Euphorie des Wandstreichens. Oder vielmehr in der Euphorie der Vorstellung davon, vergesse ich amigs zu gern die Vorbereitungen die dazu nötig sind. In meinem Fall "das Wand zuerst anschleifen". Mein Tennisarm wollte schon grad gar nicht daran denken. Obwohl mir meine stets fröhlich summende Physio noch ein paar Nadeln in die Trigger-punkte gestochen und mittels eines speziellen Gummibandes mein Gewebe abgeschnürt hat. Beim Schleifen habe ich es dann auch mit Summen probiert, aber irgendwie klang es nicht halb so dynamisch wie bei meiner Physio. Drum habe ich einfach die Gedanken fliegen lassen und bin auf vielerlei vergessen Geglaubtes gestossen. Z.B. auf dieses. Meine Mutter sprach es meist abends, geheimnisvoll und seltsam betont: Ich saß an meinem Schiebfensterchen und schaute nach Appenzell, da kam zu mir ein Gespensterchen und zupfte mich am Rockärmelchen und sprach: O Sterben und Nichtglauben sind ewiges Verderben... Ca

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Weiss wie Milch

Grusskarte Swissness Kuh am Skifahren, Schaf mit Flaggen

Welches Weiss ist wohl das schönste Weiss? Ich stehe vor Polarweiss, Premium Weiss, Alpinaweiss, Titanweiss, Arcticweiss, Powerweiss und Superweiss. Und entscheide mich kühn für Alpinaweiss weil es mich an Wanderferien im Prättigau erinnert. Ich vermute Powerweiss wäre wohl zu weiss, zu romantisch, zu avantgardistisch.. Und tatsächlich als ich den Eimer Alpinaweiss öffne: Weiss - Alpinaweiss! Welch royale Farbe. Unschuldig, jungfräulich, unverdorben, ruhig. Fest, ein bisschen cremig aber nicht flüssig. Sogar tropfgehemmt. Ideal für die nächste Entscheidung: Wisch-, Schwamm- oder Tupftechnik? Und ist die zu bemalende Oberfläche tuch- oder stumpfmatt? Ich fange jetzt einfach mal an.. Ca

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